Auf dieser Website erhalten Sie Informationen über laufende Aktivitäten sowie Auskünfte zu meiner Person und meinen Arbeiten auf den Gebieten

  • der Bildenden Kunst,
  • der Literatur und
  • der Sozialwissenschaften.

 

Wir leben mitten im Krieg – Militarismuskritische Bild-Montagen

Vom 26. September bis 27. Oktober 2016

Ausstellung im Club Voltaire, 60313 Frankfurt/Main, Kleine Hochstraße 5 (Tel. 069 29 24 08 und 069 21 99 93 11)

Vernissage mit Vortrag und Lesung am 26. September 2016, 19:30 Uhr
Eintritt frei

[Aus dem Ankündigungstext im Programm des „Club Voltaire“:]

Rudolph Bauer war als Hochschullehrer in Bremen tätig und mischte sich mit sozialkritischen Veröffentlichungen in die politischen Debatten ein. Seine aktuellen Arbeiten beziehen sich nicht nur auf die Forschung zur „Militarisierung im Digitalen Zeitalter“, die bis in unseren Alltag reicht, sondern auch auf die künstlerische Kritik an der Aufrüstung in Form von Bild-Montagen und Gedichten. In der Ausstellung scheinen die Bilder auf den ersten Blick eine heile Welt abzubilden. Dann aber – manchmal plakativ und manchmal versteckt – zeigen sie irritierende Brüche. Auch Bauers Gedichte drücken die Bedrohung auf subtile Weise aus: Wir leben mitten im Krieg, merken es aber gar nicht.

www.club-voltaire.de
Öffnungszeiten:
Mo – Sa von 18:00 bis 01:00 Uhr

„Rüste-Wüste“ – Militarismuskritische Bild-Montagen

Vom 14. Oktober 2016 bis 28. Januar 2017

AUSSTELLUNG im ANTI-KRIEGS-MUSEUM, 13353 Berlin, Brüsseler Straße 21 –
unterstützt von der Internationale der Kriegsdienstgegner/innen e. V.

Vernissage und Katalogpräsentation am 14. Oktober 2016, 18:00 Uhr
Begrüßung durch Tommy Spree, Anti-Kriegs-Museum

Grußwort: MdB und Schirmfrau Dr. Eva Högl, SPD / Berlin-Mitte

Ansprache: Heinz Plehn, IDK – Internationale der Kriegsdienstgegner/innen
Einführende Worte zur Ausstellung: Hartmut Drewes, Sprecher des Bremer Friedensforums

Lesung aus „Rüste-Wüste“ und „Zuginsfeld“ von Otto Nebel: Peter Abromeit

www.anti-kriegs-museum.de
www.bremerfriedensforum.de

„Rüste-Wüste“

… heißt eine Publikation des Bremer Friedensforums mit militarismuskritischen Bild-Montagen des Sozialwissenschaftlers Rudolph Bauer (Bremen), der auch als bildender Künstler tätig ist. Der Titel nimmt Bezug auf den expressionistischen Maler und Dichter Otto Nebel, der den Ersten Weltkrieg an den deutschen Fronten im Osten und Westen überlebt hatte und 1926 die Schrift „Rüste-Wüste“ veröffentlichte. Die Bild-Bild-Bezüge in Bauers Montagen basieren auf Materialien, die den Alltag visuell bestimmen: vor allem auf Fotos, Grafiken, Werbung und anderen Druckerzeugnissen, wie sie in Zeitungen, Zeitschriften, Bildbänden, Prospekten, Katalogen, Plakaten oder im Internet veröffentlicht werden. Bauer will mit seinen Antikriegscollagen auf kritische, satirische oder karikaturistische Weise Stellung beziehen, intervenieren, provozieren, Gewohnheiten in Zweifel ziehen und Veränderungen anmahnen.

Rudolph Bauers Bild-Montagen, die sich nicht immer leicht erschließen lassen, werden begleitet von erläuternden Texten, die der Pastor i. R. Hartmut Drewes beigesteuert hat, der seit Jahrzehnten aktiv in der Friedensbewegung ist. Auf seiner Sinn- und Hintersinn-Suche verortet er die Montagen in der frühen Tradition künstlerischer Arbeiten gegen Militarismus und Krieg, etwa von Käthe Kollwitz oder Otto Dix – um dann die Eigenheiten und Auffälligkeiten der Werke Bauers herauszuarbeiten. Auffällig sei, so Drewes, dass Rudolph Bauer darauf verzichte, „die Grausamkeit des Krieges in den Mittelpunkt zu rücken“. Letztlich gehe es ihm darum, „Relativierung, Verschleierung und Verdrängung des Militarismus und der Militarisierung offenzulegen“, wie sie ins „schöne Leben“, ins Kommerzielle, ja in alle Lebensbereiche mehr oder weniger unauffällig und unbemerkt eindringen; wohl deshalb werden recht häufig Modeaccessoires mit Militärsymbolen, Modells mit Soldaten und Kriegsgerät kombiniert – Verknüpfungen, die Bauer unter „Mode und Mord“ verbucht. Tatsächlich ist Rudolph Bauer bestrebt, mit seinen Bild-Montagen die Ästhetisierung, Verharmlosung und Veralltäglichung des Militärischen zu entlarven. Es ist der Versuch, auf künstlerische Weise – dialektisch- überraschend, verfremdend, subtil oder plakativ – den Prozess der Militarisierung und die Schrecken des Krieges in das „visuell zugemüllte“ Bewusstsein zu heben, um auf diese Weise womöglich Denk- und Veränderungsprozesse in Gang zu setzen.
Rolf Gössner (Ossietzky – Zweiwochenschrift für Politik / Kultur / Wirtschaft, Nr. 14/2016)

Rudolph Bauer / Hartmut Drewes: „Rüste- Wüste“. Militarismuskritische Bild-Montagen, Rote Reihe_4 des Bremer Friedensforums, 52 Seiten DIN-A-4- Format, Spende erwünscht auf das Konto Ekkehard Lentz (Kennwort: Bremer Friedensforum), IBAN: DE 47 2501 0030 0123 2683 06, BIC: PBNKDEFF. Bestellung per E-Mail unter: info@ bremerfriedensforum.de. Eine Ausstellung von Bauers Montagen wird ab Mitte Oktober im Anti-Kriegs-Museum Berlin gezeigt, Brüsseler Straße 21, 13353 Berlin (anti-kriegs-museum.de).

 

Ausgewählte Bild-Montagen/Collagen